Der Reitbodenbelag aus Teppichschnitzeln

Herkömmlicher Reitplatz aus Sand mit Pfützen

Seit Jahrhunderten reiten wir auf Sandreitplätzen. Dabei gibt es seit der Erfindung unterschiedlicher Kunststoffe echte Alternativen zu diesem Reitbodenbelag, die in anderen Bereichen unseres Alltags schon selbstverständlich geworden sind, wie z.B. bei Textilien wie T-Shirts, Sichtschutz-Hüllen oder eben auch Teppichen. Aber ein Reitbodenbelag aus einem künstlich hergestellten Stoff?

Über Sand und seine Eigenschaften

Außenplätze: Im Frühjahr und im Herbst stehen sie unter Wasser, im Sommer sind sie staubig und im Winter gefroren. Auch Sand-/Textilgemische mit Drainage-Unterbau, die sehr kostenintensiv sind und regelmäßig abgezogen, bewässert und abgeäppelt werden müssen, bringen keine wirkliche Verbesserung.

Sand hat gleich mehrere Eigenschaften, die ihn für einen Reitbodenbelag eigentlich ungeeignet machen. Denn Sand wird auf Dauer durch die Reibung des Hufes zu Staub. Der wiederum setzt sich nicht nur in die empfindlichen Lungen von Reiter und Pferd, sondern wird in Verbindung mit Wasser zu Schlamm. Dieser verstopft die freien Poren in Sand und Unterbau und es bilden sich die ungeliebten Pfützen. Zudem legen sich unter dem Einfluss von Regen die ein-zelnen Sandkörnchen in eine „raumsparende Struktur“ (engste Stellung zueinander). Die Folge: Sie können sich nicht mehr bewegen. Der Boden ist jetzt bretthart und ein Reiten darauf gefährdet die Sehnen und Gelenke ihres Pferdes.

Zuschlagstoffe: „Vlieshäcksel, Vliesfasern & Co“

Vlieshäcksel ist ein Kunststoffgespinst bzw. eine Art Kunststoffgewebe. Vlieshäcksel oder Vliesfasern werden in verschiedenen Mischungen seit circa 10 Jahren als Zugabe für Sand angeboten. Das ist eine höchst bedenkliche Kombination. Alle Zusatzstoffe im Sand werden über kurz oder lang zerrieben. Das bedeutet, dass die Vliesfasern (Vlieshäcksel) zu mikroskopisch feinen Stäuben zerfallen, die durchaus lungengängig sind. So können Kunststoffe tatsächlich eingeatmet werden. Weil so umstritten, prüft die Bundesanstalt für Materialforschung seit geraumer Zeit diese Mischungen. Eventuell werden diese bald verboten! Vliese – in welcher Ausführung auch immer – haben als Zuschlagstoff bei Sand nichts mit den Eigenschaften eines sortenreinen, synthetischen Reitbodenbelages (ASground®) zu tun. Weder bei Trockenheit, Nässe oder Frost, noch bei Unbedenklichkeit der Feinstäube.
Es gibt daneben noch Reitbodenbeläge aus organischen Stoffen, wie z.B. Holzhackschnitzel oder -späne. Beides ist nicht von Dauer, denn unter Feuchtigkeitseinwirkung (Regen) verrotten diese Stoffe innerhalb von 1 bis 2 Jahren.

Ein Reitplatz aus Teppichschnitzeln hat viele Vorteile

Der ASground®-Reitbodenbelag ist eine bewährte Lösung aus Polypropylen, einem Kunststoff also. Denn nur ein synthetischer Stoff verrottet nicht. Polypropylen ist ein Stoff, aus dem u.a. Limonadenflaschen oder Spielzeug hergestellt wird – ebenfalls Teppiche. Allerdings eignet sich nicht jedes Teppichmaterial für einen optimalen Reitplatzbelag. Nur Tuftingware gewährleistet eine Staubfreiheit und lange Lebendauer und – ganz wichtig – einen Belag auf dem die Pferde nicht wegrutschen.

INNOVATION UND MEHRWERT FÜR PFERD UND REITER!

„Häufig stoßen wir auf eine gehörige Portion Skepsis, wenn wir über das Material unseres Bodens berichten“, weiß Bodo Klopsch, der mittlerweile schon weit über dreitausend Reitböden in ganz Europa geliefert hat. „Aber wenn der Reitplatz mit den „Teppichschnitzeln“ dann fertig ist, sehen wir nur noch strahlende Gesichter“ ergänzt er.

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